Behörden haben Budget und Ambitionen für KI, doch die Messlatte liegt zu Recht hoch: Informationen müssen faktisch korrekt sein, Entscheidungen nachprüfbar, und Bürger dürfen nicht Opfer eines Systems werden, das gelegentlich etwas erfindet. Wie fangen Sie also sinnvoll an? Einige praktische Lehren, teils basierend auf unserer eigenen Arbeit für den öffentlichen Sektor.

Klein und konkret anfangen

Die größte Fallgrube ist, zu groß anzufangen. Wählen Sie einen Prozess mit viel wiederkehrender Such- oder Frageaktivität, zum Beispiel das Erschließen von Richtliniendokumenten für Sachbearbeiter oder das Beantworten häufig gestellter Fragen von Bürgern. Definieren Sie vorab klare Qualitätskriterien und testen Sie eine Lösung dort, bevor Sie breit ausrollen.

Zuverlässigkeit ist kein Feature, sondern der Kern

Für Behörden ist eine KI, die "meistens richtig liegt", nicht gut genug. Die Lösung ist ein System, das ausschließlich aus Ihren eigenen kontrollierten Quellen antwortet, das bei jeder Antwort eine Quellenangabe zeigt und das ehrlich schweigt, wenn die Antwort nicht vorhanden ist. So bleibt jede Antwort nachprüfbar und die Organisation behält die Kontrolle.

Dass dies im landesweiten Maßstab möglich ist, haben wir mit KiesKennis bewiesen, dem Wahl-Chatbot für acht regionale öffentliche Rundfunkanstalten. Er beantwortete 43.943 Wählerfragen, mit 99 % faktisch korrekten Antworten, immer mit Quelle, vollständig DSGVO-konform und innerhalb der EU gehostet. Wahlen sind der sensibelste Bereich überhaupt, und genau dort zeigte das System, dass verlässliche KI erreichbar ist.

DSGVO und AI Act beachten

Zwei Dinge verdienen von Tag eins an Aufmerksamkeit:

  • Datenschutz (DSGVO). Hosten Sie innerhalb der EU, geben Sie keine unnötigen personenbezogenen Daten ein und seien Sie gegenüber den Betroffenen transparent. Erwägen Sie eine DPIA für sensible Anwendungen.
  • Der AI Act. Je nach Anwendung gelten Pflichten rund um Transparenz und Risikomanagement. Berücksichtigen Sie dies in den Anforderungen, die Sie an einen Anbieter stellen.

Klug beschaffen

Viele Behörden haben Budget, aber es fehlt ihnen das Wissen, um KI verantwortungsvoll zu beschaffen. Wissen Sie, welche Anforderungen Sie an Anbieter stellen sollten, wie Sie eine Demo kritisch bewerten und wie Sie einen Vendor-Lock-in vermeiden. Unsere Schulung zur verantwortungsvollen KI-Beschaffung ist genau dafür gemacht.

Erwägen Sie KI in Ihrer Kommune oder öffentlichen Organisation? Buchen Sie ein unverbindliches Kennenlerngespräch oder machen Sie zunächst den kostenlosen KI-Scan, um zu sehen, wo die größte Chance liegt.